Jon Pult hat am 30. September 2026 die Interpellation 26.4331 mit dem Titel «Super-El Niño – schwindende Kaufkraft und bedrohte Versorgungssicherheit in der Schweiz?» eingereicht. Er richtet die Interpellation an den Bundesrat und verlangt Auskunft über die erwarteten Folgen eines aussergewöhnlich starken El Niño für die Schweiz.

Warnung vor Rekord-El-Niño

Im eingereichten Text heisst es wörtlich: «Die Weltorganisation für Meteorologie warnt vor einem rekordbrechenden El Niño und damit verbunden stark erhöhten Risiken für Dürren, Starkregen und Hitzewellen. Damit drohen weltweit Ernteausfälle, Infrastrukturschäden und viele Todesfälle. Nur hitzebedingt könnten weltweit fast eine halbe Million zusätzlicher Todesfälle auftreten zwischen Juni 2026 und Februar 2027 gemäss einer Schätzung des Climate Impact Lab.»

Fragen zu Preisen, Lieferketten und Versorgungssicherheit

Pult fragt den Bundesrat unter anderem nach den erwarteten Preiseffekten bei Kaffee, Kakao, Getreide und Soja, nach der Diversifikation der Lieferketten Schweizer Unternehmen sowie danach, ob die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. Er will zudem wissen, welche Auswirkungen steigende Ölpreise aufgrund des tiefen Rheinpegels sowie steigende Lebensmittelpreise auf die Inflation und die Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung haben könnten und welche Massnahmen der Bundesrat bereits ergriffen hat oder noch plant.

Bezug zur Klimakostenstudie

Die Interpellation fragt zudem, ob der Bundesrat in seiner Studie «Kosten der Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz» auch die Kosten von Ereignissen wie diesem Super-El Niño miteinbezogen hat.