Die anhaltende Trockenheit zeigt deutlich, dass in der Landwirtschaft Anpassungen notwendig sind, um eine langfristige und nachhaltige Produktion sicherzustellen. Die vergangenen Jahre zeigen deutlich auf, dass die Verfügbarkeit von Wasser auch in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung für die produzierende Landwirtschaft darstellen wird. Aus diesem Hintergrund ist ein entschlossenes und zeitnahes Handeln erforderlich. Bleiben griffige Massnahmen aus, muss davon ausgegangen werden, dass grössere Fruchtfolge Flächen mittelfristig nicht mehr kostendeckend bewirtschaftet werden können und der Lebensmittelproduktion verloren gingen. Eine solche Entwicklung hätte weitreichende negative Auswirkungen. Studien belegen, dass die hungerleidende Weltbevölkerung besorgnis- erregend am ansteigen ist. Gleichzeitig ist auch unsere Ernährungssicherheit stark gefährdet. Zudem würde unser Landschaftsbild stark leiden und hätte negative Auswirkungen auf den Tourismus und unsere vielfältige Landschaft. Der Bundesrat wird gebeten folgenden Fragen zu beantworten: Ist der Bundesrat bereit die Anforderungen an Restwassermengen bei Quellfassungen so anzupassen das eine Quelle zu 100 % gefasst werden kann? Wie ist es möglich die Bewilligungen für Regenrückhaltebecken und künstliche Teiche zu Gunsten der Bewässerung von Kulturen massiv zu erleichtern? Welche Möglichkeiten in Bezug auf die Bewilligungsverfahren sieht der Bundesrat für solche Anlagen um das Anlegen von Wasserreserven in der Landwirtschaftszone schneller zu ermöglichen? Könnte nicht auch die Biodiversität massiv von solchen Einrichtungen profitieren?

Quelle

Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft: Anpassungen an die Trockenheit im Landwirtschaftsgebiet. https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20264098