David Roth hat am 1. Oktober 2026 die Interpellation 26.4384 unter dem Titel «26.4384 – F-35-Beschaffung: Möglichkeiten eines Third Party Transfer bereits bestellter oder gelieferter Kampfjets an Drittstaaten» bei Curia Vista eingereicht.

Eingereichter Text der Interpellation

Welche rechtlichen und verfahrenstechnischen Schritte (DSCA, State Department, Lockheed Martin) wären nötig, damit F-35A-Jets im Rahmen eines Third Party Transfer an ein anderes F-35-Partnerland übertragen werden könnten – sowohl bereits bestellte wie bereits gelieferte Maschinen? Welche Gespräche wurden bisher mit den USA, der DSCA oder Lockheed Martin zu dieser Option geführt, mit welchem Ergebnis? Falls keine: Bis wann wird dies nachgeholt? Der Bundesrat attestiert einer reduzierten Flotte selbst negative Folgen für Leistungserbringung und Durchhaltefähigkeit. Da die F-35 gemäss dokumentierten Einsatzbereitschaftsraten wartungsintensiver ist und dadurch in geringerem Mass gleichzeitig verfügbar ist als andere Kampfflugzeugtypen, wirkt sich eine Reduktion der Stückzahl bei diesem Muster überproportional auf die effektiv einsatzbereite Flotte aus. Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat dieser spezifischen Verfügbarkeitsproblematik begegnen, und welche Rolle spielt dabei eine Kooperation mit Ländern mit grösserem Beschaffungsspielraum? Auf welcher Grundlage würde der Bundesrat die Option eines Teiltransfers an ein solches Land – im Gegenzug für eine Entlastung des Beschaffungskredits – verwerfen? Welche Länder kämen in Frage? Welche Fristen, insbesondere die bis Mitte 2027 zu meldende definitive Stückzahl, begrenzen das Zeitfenster für diese Prüfung, und bis wann erstattet der Bundesrat dem Parlament Bericht?