Aus dem Redemanuskript von Guy Parmelin
Es gilt das gesprochene Wort!
Wie dem auch sei: Der Bundesrat ist sich der Ernsthaftigkeit der Lage sehr bewusst. Zahlreiche Betriebe sind in Schwierigkeiten geraten. Hinter jedem Ertragsausfall steht ein Betrieb. Eine Familie. Manchmal die Arbeit mehrerer Generationen. Auch wenn ich für heute Regen bestellt habe - der Bundesrat kann den Regen selbstverständlich nicht befehlen. Aber der Staat kann dort handeln, wo er über Möglichkeiten verfügt. Er kann die Branche unterstützen, indem er die Zukunft vorbereitet.Gemeinsam mit den Kantonen und der Branche haben wir in den vergangenen schwierigen Monaten kurzfristige Massnahmen ergriffen. So haben wir beispielsweise Mittel zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen bereitgestellt und die Einfuhr von Heu sowie einiger weiterer Futtermittel erleichtert.
Dieser Sommer hat aber eines deutlich gezeigt: Wir müssen unsere Böden widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Hitze und Wasserknappheit machen – durch Forschung und Innovation, durch einen intelligenten Umgang mit Wasser und durch gezielte Investitionen. Genau diese Ziele verfolgt die Agrarpolitik ab 2030, die sich derzeit in der Vernehmlassung befindet: mehr unternehmerischer Handlungsspielraum und höhere Wertschöpfung, ein effizienterer Einsatz der Ressourcen und weniger administrativer Aufwand. Wer Verantwortung trägt für seinen Boden, seine Tiere, seine Mitarbeitenden und seinen Betrieb, sollte mehr Zeit für seinen eigentlichen Beruf haben – und weniger für immer wiederkehrende administrative Arbeiten.
Quelle
Redemanuskript «Die OLMA, eine Schweiz im Kleinformat», veröffentlicht am 8. Oktober 2026. Die vorstehenden Auszüge geben Aussagen und Zielsetzungen Parmelins wieder. Quelle: https://www.admin.ch/de/newnsb/6tezMjRTKGnu