Kann der digitale Arbeitsplatz der Bundesverwaltung auch mit Open-Source-Software funktionieren? Eine Machbarkeitsstudie der Bundeskanzlei hat diese Frage mit einem grundsätzlichen «Ja» beantwortet. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 2. September 2026 über die Ergebnisse informiert. Zudem wurde der Bundesrat darüber informiert, dass die Bundeskanzlei gestützt auf diese Ergebnisse ein weiterführendes Programm startet. Ab Ende 2027 sollen rund 3000 Mitarbeitende eine souveräne Arbeitsplatzsoftware mit Office-Kernfunktionen nutzen können. Die Finanzierung erfolgt über Mittel, die das Parlament für eine aufzubauende souveräne Schweizer Open-Source-Plattform für die Büroautomation beschlossen hat.
Unter Office-Kernfunktionen sind E-Mail, Kalender, Dokumente und Präsentationen, Telefonie sowie Audio- und Videokonferenzen zu verstehen. In der Pilotphase des Programms für eine souveräne Arbeitsplatzsoftware konzentriert sich die Bundeskanzlei auf den Aufbau der Plattform. Die souveräne Arbeitsplatzsoftware soll als eigenständige Lösung bereitstehen, die parallel neben Microsoft 365 betrieben wird. Das Programm richtet sich an ausgewählte Mitarbeitende aus verschiedenen Departementen und der Bundeskanzlei, die in besonders kritischen Geschäftsprozessen tätig sind. Die entsprechende Lösung für rund 3000 Nutzerinnen und Nutzer soll ab Ende 2027 bereitstehen.
Für diese erste Phase rechnet die Bundeskanzlei mit Kosten von schätzungsweise 9 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt über Mittel, die das Parlament für eine aufzubauende souveräne Schweizer Open-Source-Plattform für die Büroautomation beschlossen hat. Mit den Erkenntnissen dieser ersten Phase wird es dann auch möglich sein, die Kosten einer allfälligen grossflächigen Einführung und die Kosten des regulären Betriebs abschätzen zu können.