Das Treffen mit Präsident Xi wird insbesondere den bilateralen Beziehungen gewidmet sein. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit, die Unterzeichnung des optimierten Freihandelsabkommens und zehn Jahre strategische Partnerschaft. Zur Sprache kommen werden auch aktuelle internationale Entwicklungen sowie Fragen der regionalen und globalen Sicherheit.
Bundespräsident Parmelin wird sich zudem mit Handelsminister Wang Wentao, Sozialministerin Wang Xiaoping, Bildungsminister Huai Jinpeng und Wissenschaftsminister Yin Hejun austauschen. Geplant sind auch Gespräche mit führenden Wirtschaftsvertretern und die Eröffnung des 10. schweizerisch-chinesischen Wirtschaftsforums.
Die Verhandlungen über eine Optimierung des 2014 in Kraft getretenen Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China wurden im August abgeschlossen, nun wird das Protokoll zur Änderung des bestehenden Abkommens unterzeichnet. Damit sollen nicht nur die Zugänge zum chinesischen Markt für Schweizer Waren und Investitionen verbessert, sondern auch die Vorgaben zum Umwelt- und Arbeitnehmerschutz gestärkt werden.
Bilaterale Beziehungen seit 1950
Die Schweiz und China pflegen seit 1950 diplomatische Beziehungen. Die Schweiz hatte die neu gegründete Volksrepublik als einer der ersten westlichen Staaten anerkannt. Das Freihandelsabkommen von 2014 war für China das erste mit einem kontinentaleuropäischen Land. Heute ist China der wichtigste Handelspartner der Schweiz hinter der EU und den USA. Auch in der Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Innovation belegt China einen Spitzenplatz. 2016 verständigten sich beide Seiten darauf, die bilateralen Beziehungen als «Innovative Strategische Partnerschaft» zu definieren.
In fast 30 Bereichen führen die Schweiz und China bilaterale Dialoge, die der Erörterung spezifischer Themen dienen. Unter anderem werden auf hochrangiger Stufe Dialoge zur Wirtschaft, zu den Menschenrechten, zu Fragen der Bildung, des Arbeitsrechts, des geistigen Eigentums und zu Finanzfragen gepflegt. Auch Wissenschaft und Technologie, Gesundheit und Umwelt sind zentrale Felder der Zusammenarbeit.
Die Beziehungen zu China sind ein wichtiger Bestandteil der Asien-G20-Strategie 2025–2028 des Bundesrates, welche die Zusammenarbeit mit den wichtigsten asiatischen Partnern in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt sowie Demokratie und Gouvernanz stärkt.