Die Kommission teilt die Einschätzung des Bundesrates, dass die Winterspiele 2038 eine Chance für den Sport, die Jugend und den nationalen Zusammenhalt darstellen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung von Nachhaltigkeit und begrüsst die vorgesehene feste und begrenzte Finanzierung durch den Bund.
Mit 17 zu 8 Stimmen beantragt die WBK-N, die Spiele nach hohen nationalen und internationalen Standards zu Nachhaltigkeit, Transparenz und Gouvernanz durchzuführen. Dazu gehören insbesondere die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine Sozial- und Kulturcharta. Eine Minderheit lehnt diesen Antrag ab. Mit 14 zu 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen sprach sie sich zudem gegen Sonderregelungen oder Ausnahmen von geltenden Standards aus. Eine Minderheit lehnt diese Einschränkung ab.
Weiter will die Kommission Schweizer Regional-, Landwirtschafts- und Weinbauprodukte im Rahmen der Spiele fördern (24 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung). Verbesserungen der Barrierefreiheit bei dauerhaft genutzten Sportanlagen, Infrastrukturen und öffentlichen Verkehrsmitteln sollen nach den Spielen bestehen bleiben (17 zu 1 Stimme bei 7 Enthaltungen).
Die Trägerorganisation soll die zuständigen parlamentarischen Kommissionen mindestens jährlich über den Stand der Kandidatur und der Vorbereitungen, die finanzielle Entwicklung und die Einhaltung der festgelegten Eckwerte informieren sowie nach den Spielen einen Schlussbericht vorlegen (einstimmig).
Zudem soll ausdrücklich festgehalten werden, dass die Beteiligung von Kantonen und Gemeinden den nach kantonalem und kommunalem Recht erforderlichen parlamentarischen und gegebenenfalls direktdemokratischen Beschlüssen unterliegt (16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung). Eine Minderheit erachtet diese Präzisierung als unnötig.
Schliesslich beantragt die Kommission mit 15 zu 5 Stimmen bei 4 Enthaltungen, den Bundesbeschluss nicht dem fakultativen Referendum zu unterstellen. Die Meh rheit erachtet die demokratische Legitimation durch die vorgesehenen Entscheide in Kantonen und Gemeinden als gewährleistet. Eine Minderheit ist der Ansicht, angesichts der langfristigen Auswirkungen der Spiele solle das Volk das letzte Wort haben.
